Seminar Unternehmensgründung

In diesem praxisorientierten Seminar unterstützen Sie ein reales Gründungsprojekt. Lernen Sie in einem Team von drei Studenten, wie sie die Produktidee eines Gründers verfeinern und verbessern können. Das Seminar ist als ASQ-Modul offen für alle Studenten der FSU.


Was ist das Unternehmensgründungsseminar?

Im Unternehmensgründungsseminar arbeiten Sie mit dem Team eines realen Gründungs- oder Wachstumsprojektes (das wir für Sie aussuchen) zusammen. Gerade ganz am Anfang steht für viele Gründungsteams die Frage, was eigentlich das zukünftige Produkt oder Geschäftsmodell sein soll. Genau an diesem Punkt unterstützen Sie die Gründer. In einem ersten Schritt lernen Sie den aktuellen Stand des Gründungsvorhabens kennen. Dabei erkennen Sie, an welchen Stellen die Gründer besondere Unterstützung benötigen. Ist es bei der Wettbewerberanalyse? Ist es bei der Produktdefinition? Ist es bei der Festlegung einer Entwicklungsroadmap? Oder fehlt ein schlüssiges Marketingkonzept? Jedes Projekt im Rahmen des Gründungsseminars geht seinen eigenen Weg - immer mit dem Ziel, die Gründer bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Nicht nur Sie, sondern auch die Gründer, lernen viel auf diesem spannenden und nicht alltäglichen Weg.

Was lerne ich in dem Seminar?

Das Vorgehen aller Seminarprojekte orientiert sich an der Lean Start-Up Methode von Eric Ries. Alle Seminarteilnehmer erhalten zu Beginn des Seminars dieses Buch als "Leitfaden" durch das Semester. Jedes Seminarprojekt geht seinen eigenen Weg. Sie lernen dabei nicht nur Ihr eigenes Projekt kennen, sondern begleiten auch die anderen drei Praxisprojekte durch das Semester. Dabei erhalten Sie anwendungsnahes und einsetzbares Know-How im Bereich Kundensegmentierung, Geschäftsmodellmodellierung, Wettbewerbsanalyse, Produktdefinition und Marketing.

Für wen ist das Unternehmensgründungsseminar?

Das Seminar ist als ASQ-Modul offen für jeden Studenten, der Interesse an Gründung und Kreativität hat. Wirtschaftswissenschaftliches Grundlagenwissen ist hilfreich, jedoch keine Voraussetzung. Alle Studierende technischer Fächer, der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, aber auch Juristen sind explizit eingeladen, sich anzumelden. Unser Ziel sind interdisziplinäre Teams, um aus verschiedenen Perspektiven auf die Gründungsprojekte zu schauen.  

Wie sieht der Ablauf des Seminars konkret aus?

Das Seminar hat vier Präsenztermine (jeweils 18.00 -19.30 Uhr im K1, Hörsaal Kahlaische Straße). Zwischen den Präsenzterminen arbeiten Sie in Ihrer Seminargruppe - und in enger Abstimmung mit Ihrem Gründungsteam.

1. Termin: Kurrzvorstellung aller Gründungsvorhaben durch die Gründer

2. Termin: Vorstellung aller Gründungsvorhaben durch die Seminarteams

3. Termin: Zwischenpräsentation der Ergebnisse

4. Termin: Finale Präsentation der Ergebnisse

Im Rahmen des Seminars wird keine Seminararbeit geschrieben. Im Laufe des Semesters vereinbaren Sie gemeinsam mit den Gründern, wie die Enddokumentation ihres Projektes aussehen soll. In den meisten Fällen ist dies ein zusammegefasster Foliensatz aus allen Präsenzterminen, sowie Zusatzmaterial wie bspw. Kalkulationstabellen oder Fotodokumentationen.

Wie melde ich mich für das Seminar an?

Um sicherzustellen, dass die Gründer und die Teams zusammenpassen, gibt es bei der Verteilung der Seminarplätze ein Auswahlverfahren. Jede Studentin / jeder Student, der sich bei Friedolin für das Seminar angemeldet hat, erhält in der ersten Semesterwoche eine Übersicht über alle verfügbaren Gründungsprojekte. Sie haben dann die Möglichkeit, sich auf bis zu zwei dieser Projekt zu bewerben. Diese Bewerbung sollte jeweils eine halbe Seite lang sein - und den Gründern erklären, warum Sie an diesem Projekt arbeiten möchten. Die Gründer erhalten dann alle ihre Projekt betreffenden Bewerbungen - und wählen dann ihr Team aus. Dabei kann es gut möglich sein, dass sich die Gründer mit Rückfragen bei Ihnen melden. Insgesamt gibt es vier Teams mit jeweils 3 Studierenden, also insgesamt 12 Plätze. Wir versuchen interdisziplinäre Teams zusammenzustellen, so dass Techniker, Wirtschaftler und Kreative zusammen arbeiten können.

Ich will gründen - kann ich meine Idee in das Seminar einbringen?

Sehr gern. Wir sind immer auf der Suche nach Gründungsvorhaben, die durch die Studenten unterstützt werden können. Kontaktieren Sie bitte Lutz Maicher, um in einem persönlichen Gespräch diese Möglichkeit zu besprechen.

Bisherige Seminarprojekte

Das Spektrum an Themen und Gründungsteams im Unternehmensgründungsseminar ist sehr vielseitig. Jedes Seminarprojekt entwickelt einen eigenen Fokus - immer abhängig von den Fragen, bei denen die Gründer Unterstützung benötigen. Folgende Gründungs- und Wachstumsprojekte wurden in den vergangenen Jahren umgesetzt:

  • Eine neue Batterietechnologie aus Jena soll auf den internationalen Markt ausgerollt werden. Wie können Lizenz- und Vertriebsstrategien für diese herausfordernde Aufgabe aussehen?
  • Scheiben per Knopfdruck undurchsichtig machen geht schon heute. Mit einer neuen Polymertechnologie kann die Herstellung dieser Gläser deutlich verbessert werden. Gibt es einen aussrichtsreichen Markt für diese Technologie?
  • Know-how von externen Unternehmensberatern einkaufen? Unternehmen in Mitteldeutschland sind da eher zurückhaltend - auch weil sie die dafür notwendigen liquiden Mittel nicht haben. Könnte die unternehmerische Beteiligung des Beratungsunternehmen am Kundenunternehmen eine Finanzierungslösung sein?
  • Mit einer neuen Plattform sollen Studenten, die im Ausland studiert haben oder studieren wollen, miteinander vernetzt werden. Wie kann ein europaweit funktionierendes Geschäftsmodell für dieses Tool zum studentischen Erfahrungsaustausch aussehen?
  • Für eine patentiertes Verfahren mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Kosmetik- und Pharmaindustrie werden neue Wege der Vermarktung und des Technologiemarketings entwickelt.
  • Heilmittel für Kompressionstherapien sind teuer, aufwändig zu individualisieren und haben für die Patienten im Alltag einige Nachteile. Um diese Situation zu verbessern werden marktorientierte Forschungs- und Entwicklungsaufgaben definiert, aber auch konkrete Produktideen entwickelt.
  • Ein neuartiges Trainingsgetränk für Leistungssportler und leistungsorientierte Freizeitsportler soll auf dem Markt richtig positioniert werden.
  • Ein Gründungsteam möchte die Digitalisierung der Chemiebranche vorantreiben, indem die Eigenschaften neuer Verbindungen nicht mehr teuer im Labor getestet werden müssen - sondern  einfach im Computermodell berechnet werden.
  • Eine Gruppe Dart-Begeisterter hat eine Technologie für das automatische Erkennen eines Wurfergebnisses entwickelt. Gibt es dafür einen Markt, sodass sich die Ausgründung lohnt?
  • Nie wieder im Stau stehen, weil alle Autos vernetzt sind und durch kleine Umwege dem Stau ausweichen? Gibt es ein Geschäftsmodell für eine Technologie, die dieses Versprechen wahr macht?
  • Zwei Ingenieure haben eine Uhr entwickelt, die dem Zeitgeist entspricht. Im Rahmen des Gründungsseminars wurde die Zielgruppe für diese neue Uhr identifiziert.
  • Ein neues Weiterbildungsangebot an der FSU war auf der Suche nach einem Geschäftsmodell, das zu dem Budget und den vorgegebenen gesellschaftlichen Zielen passt.
  • Ein Informatiker hat eine Hardware für sichere Kommunikation entwickelt. Für diese Innovation wurden Zielgruppen bestimmt und eine Wettbewerbsanalyse durchgeführt, um Orientierung für die weitere technische Entwicklung zu geben.
  • Für die Gründer eines regionalen Erfrischungsgetränks wurde eine Wachtumsstrategie für die kommenden drei Jahre entwickelt.
  • Ein regionaler Teeladen wurde dabei unterstützt, die eigene Attraktivität zu erhöhen und neue Geschäftsfelder zu erschließen. 
  • Ein junges Unternehmen mit einem Team von Data Scientists wurde bei der Schärfung der eigenen Produktpalette unterstützt.
  • Es wurde das Konzept für einen Wettbewerb im Bereich Social Entrepreneurship entwickelt.
  • Für eine neue, innovative eLearning-Lösung wurden strategische Fragen für die weitere technische Entwicklung beantwortet.
  • Für eine Plattform für sichere Kommunikation wurde eine Marktpotentialanalyse durchgeführt.
  • Zwei Philosophen wurden bei der Entwicklung innovativer Produkte und Geschäftsmodelle für eine Philosophische Praxis unterstützt.
  • Das Konzept eines Gesprächskreises als Ort des Diskurses und des Austausches wurde entwickelt und als Prototyp getestet.
  • Für eine anspruchsvolle Softwarelösung im Bereich prediktiver Analyse wurde eine Markt- und Wettbewerbsanalyse durchgeführt.   

Weitere Fragen?

Wennn Sie noch weitere Fragen zu dem Seminar haben, dann schreiben Sie bitte eine Mail an Lutz Maicher.